CEE-Steckverbinder sind genormte Steckvorrichtungen für die Stromversorgung in Industrie, Handwerk, Gewerbe und auf der Baustelle. Zum CEE-System gehören Stecker, Kupplungen und Steckdosen, die anhand von Stromstärke, Spannung, Polzahl, Uhrzeitstellung und Schutzart passend zur jeweiligen Anwendung ausgewählt werden.
Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau von CEE-Steckverbindern, die Codierung nach EN IEC 60309, typische Bauformen und Stromstärken von 16 bis 125 A sowie die Unterschiede zwischen CEE-Steckern, CEE-Kupplungen und CEE-Steckdosen. Für die direkte Produktauswahl gelangen Sie über die jeweiligen Bereiche zum passenden Plica-Sortiment.
Ein CEE-Steckverbinder ist eine nach EN IEC 60309 genormte Steckvorrichtung für die sichere elektrische Verbindung. Kennzeichnend sind die runde Bauform, die farbliche Codierung sowie die mechanische Codierung über Polzahl und Uhrzeitstellung. Dadurch lassen sich unterschiedliche Spannungen und Systeme eindeutig voneinander unterscheiden.
CEE-Steckverbinder sind für unterschiedliche Nennströme von 16 bis 125 A erhältlich. Stecker, Kupplung und Steckdose müssen hinsichtlich Stromstärke, Spannung, Polzahl und Uhrzeitstellung zueinander passen.
Der CEE-Stecker trägt die Kontaktstifte und sitzt am Ende einer Zuleitung oder direkt am Gerät. Er wird mit einer passenden Kupplung oder Steckdose verbunden. CEE-Stecker im Shop ansehen.
Die CEE-Kupplung ist das bewegliche leitungsseitige Gegenstück mit Kontaktbuchsen. Sie wird beispielsweise bei Verlängerungsleitungen eingesetzt.
CEE-Kupplungen im Shop ansehen.
Die CEE-Steckdose bildet die ortsfeste Anschlussstelle an Wand, Säule, Maschine oder Verteiler. Je nach Anwendung stehen unterschiedliche Montage- und Verriegelungsarten zur Verfügung. CEE-Steckdosen im Shop ansehen.
Eine CEE-Verbindung entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Bauteile. Wer die Rollen kennt, wählt schneller das richtige Gegenstück.
Trägt die Kontaktstifte und sitzt am Ende einer Zuleitung oder am Gerät. Er wird in Kupplung oder Steckdose gesteckt.
Das bewegliche, leitungsseitige Gegenstück mit Kontaktbuchsen. Sie sitzt am Ende einer beweglichen Leitung, etwa bei Verlängerungen.
Die ortsfeste Anschlussstelle an Wand, Säule oder Verteiler, in die der Stecker eingesteckt wird. In Aufputz und Unterputz.
Farbe, Polzahl und Uhrzeitstellung bilden gemeinsam die Codierung eines CEE-Steckverbinders. Dadurch können nur Steckvorrichtungen miteinander verbunden werden, deren elektrische und mechanische Eigenschaften zueinander passen.
| Farbe | Spannungsbereich | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Violett | 20 bis 25 V | Kleinstspannung und Sonderanwendungen |
| Weiß | 40 bis 50 V | Kleinspannung, Handleuchten und Steuerstrom |
| Blau | 200 bis 250 V | Einphasige Anwendungen, Baustelle und Camping |
| Rot | 380 bis 480 V | Drehstrom, Industrie und Kraftstrom |
Die Polzahl beschreibt die vorhandenen Kontakte. P steht für Phase, N für Neutralleiter und E für Schutzleiter. 2P+E bezeichnet einen dreipoligen einphasigen Anschluss, 3P+E einen vierpoligen Drehstromanschluss ohne Neutralleiter und 3P+N+E einen fünfpoligen Drehstromanschluss mit Neutralleiter.
Die Uhrzeitstellung, beispielsweise 3h, 6h oder 9h, beschreibt die Position des Schutzleiterkontakts. Stecker und Gegenstück müssen dieselbe Codierung besitzen, damit sie mechanisch zusammenpassen.
Die Belegung von CEE-Steckern, die einzelnen Polzahlen, Farben und Uhrzeitstellungen erklären wir ausführlich im Ratgeber zur CEE-Stecker-Belegung.
Je nach Einbausituation und Funktion gibt es verschiedene Bauformen. Stecker und Kupplungen unterscheiden sich vor allem in der Kabelabführung, Steckdosen in der Montageart.
Die Standardbauform mit gerader Kabelabführung, universell für Verlängerungen und mobile Verbraucher.
Abgewinkelte Kabelabführung, platzsparend an Wänden und in beengten Einbausituationen.
Zum festen Einbau am Gerät oder an der Maschine, als dauerhafte Anschlussstelle.
Sichtbar auf die Wand montiert, robust und ideal für nachträgliche Installation.
Bündig in die Wand eingelassen, platzsparend und optisch unauffällig.
Mit mechanischer Verriegelung, teils mit Schalter, gegen Stecken und Ziehen unter Last.
CEE-Steckverbinder gibt es in gestuften Nennströmen. Die Wahl richtet sich nach der Leistung des Verbrauchers und der Absicherung des Stromkreises. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Größen ein.
| Nennstrom | Typische Verbraucher | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| 16 A | Elektrowerkzeuge, kleinere Maschinen, mobile Geräte | Baustelle, Werkstatt, Veranstaltung |
| 32 A | stärkere Maschinen, Verteiler, größere Verbraucher | Industrie, Gewerbe, Eventtechnik |
| 63 A | Unterverteilungen, leistungsstarke Anlagen | Industrie, Baustromverteiler |
| 125 A | Hauptverteilungen, große Anlagen und Maschinen | Industrie, Infrastruktur |
Wichtig: Der Nennstrom des Steckverbinders muss zur Absicherung passen, und Stecker, Kupplung und Steckdose müssen in Strom, Polzahl, Spannung und Uhrzeitstellung übereinstimmen.
Die IP-Schutzart nach IEC 60529 gibt an, wie gut eine Steckvorrichtung gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen feste Stoffe, die zweite für den Schutz gegen Wasser.
| Schutzart | Bedeutung und Einsatz |
|---|---|
| IP44 | Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 1 mm und Spritzwasser. Für geschützte und gewerbliche Bereiche. |
| IP54 | Staubgeschützt und gegen Spritzwasser. Für staubige Umgebungen in Industrie und Werkstatt. |
| IP66/67 | Staubdicht und gegen starkes Strahlwasser bzw. zeitweiliges Untertauchen. Für den Außeneinsatz. |
| IP69 | Staubdicht und gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung. Für harte Reinigungsbedingungen. |
Eine ausführliche Erklärung der Schutzarten und weiterer Normen bietet unsere Übersicht Normen im Kabelschutz.
Bei hohen Strömen ist das Stecken und Ziehen unter Last ein Sicherheitsrisiko, weil dabei ein Lichtbogen entstehen kann. Verriegelbare, teils schaltbare CEE-Steckdosen verhindern das durch eine mechanische Kopplung: Erst nach dem Einstecken lässt sich einschalten, und erst nach dem Ausschalten der Stecker wieder ziehen.
Solche Ausführungen sind nach EN IEC 60309 und zusätzlich nach VDE 0623 gefertigt. Sie empfehlen sich überall dort, wo häufig unter Betrieb gesteckt wird oder wo hohe Ströme und raue Bedingungen zusammentreffen, etwa in der Industrie, an Verteilern und in der Veranstaltungstechnik.
Die plica CEE-Steckverbinder bestehen aus schlagfestem, halogenfreiem Technopolymer und sind mit vernickelten Messingkontakten ausgestattet. Halogenfreiheit ist in Fluchtwegen, öffentlichen Gebäuden und vielen Gewerbebauten gefordert, weil im Brandfall keine korrosiven Halogenverbindungen frei werden. Die vernickelten Kontakte sorgen für eine dauerhaft zuverlässige elektrische Verbindung mit geringem Übergangswiderstand.
Weitere Merkmale sind die Schlagfestigkeit nach IK08, die werkzeugfreie Snap-on-Öffnung des Gehäuses und die integrierte Kabelverschraubung mit Zugentlastung, die eine schnelle und sichere Verdrahtung ermöglichen. Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es zusätzlich ATEX-Ausführungen.
Maßgebliche Normen sind EN IEC 60309-1 und 60309-2 für die Steckvorrichtungen selbst, IEC 60529 für die Schutzart und VDE 0623 für verriegelbare Ausführungen.
CEE-Stecker, CEE-Kupplungen und CEE-Steckdosen für Industrie, Gewerbe und Baustelle, in verschiedenen Stromstärken, Bauformen und Schutzarten.
Gerade, Winkel- und Anbau-Ausführungen von 16 bis 125 A mit unterschiedlichen Polzahlen, Schutzarten und Anschlussarten.
Zu den CEE-SteckernLeitungsseitige Gegenstücke von 16 bis 125 A mit unterschiedlichen Schutzarten sowie Schraub- oder Schneidklemmen.
Zu den CEE-KupplungenAufbau-, Einbau-, verriegelbare und kombinierte CEE-Steckdosen für unterschiedliche Installationssituationen.
Zu den CEE-SteckdosenSie sind unsicher, welche Kombination aus Stecker, Kupplung und Steckdose zu Ihrem Netz passt, oder brauchen eine komplette Materialliste? Wir beraten zu Stromstärke, Polzahl, Spannung, Uhrzeitstellung und Schutzart und liefern ab Lager.
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CEE geht auf die frühere internationale Kommission für die Regelung der Zulassung elektrischer Ausrüstung zurück. Deren Normen sind heute in der Reihe IEC 60309 aufgegangen, in Europa als EN IEC 60309. Umgangssprachlich stehen CEE-Stecker und CEE-Steckdosen für die genormten Kraftstromsteckvorrichtungen.
Die Farbe kennzeichnet den Spannungsbereich. Blau steht für 230 V einphasige Wechselspannung, rot für 400 V Drehstrom und weiß für 40 bis 50 V Kleinspannung. Für Ausführungen, bei denen die Norm nur die Uhrzeitstellung und nicht die Farbe festlegt, wird häufig RAL 7035 grau verwendet.
Der Stecker trägt die Kontaktstifte und sitzt am Gerät oder an der Zuleitung. Die Kupplung ist das bewegliche Gegenstück am Ende einer Leitung, etwa bei Verlängerungen. Die Steckdose ist die ortsfeste Anschlussstelle an Wand oder Verteiler. Stecker passt in Kupplung oder Steckdose, sofern Strom, Pole, Spannung und Uhrzeitstellung übereinstimmen.
Die Angabe beschreibt die Kontakte: P steht für Phase, N für Neutralleiter, E für Schutzleiter. 3P+N+E ist Drehstrom mit Neutralleiter, also fünfpolig, und die häufigste Ausführung im 400-V-Netz. 3P+E ist Drehstrom ohne Neutralleiter (vierpolig), 2P+E ein einphasiger Anschluss mit Schutzleiter (dreipolig).
Die Uhrzeitstellung gibt die Lage des Schutzleiterkontakts an, gedacht wie eine Uhrzeigerposition. Sie ist Teil der Codierung nach EN IEC 60309 und stellt zusammen mit Farbe und Polzahl sicher, dass nur zusammengehörige Steckvorrichtungen ineinanderpassen. Stecker und Gegenstück müssen dieselbe Uhrzeitstellung haben.
16 A deckt die meisten mobilen Verbraucher und Elektrowerkzeuge ab, 32 A stärkere Maschinen und Verteiler, 63 und 125 A leistungsstarke industrielle Anwendungen. Der Nennstrom muss zur Absicherung des Stromkreises passen und bei Stecker, Kupplung und Steckdose übereinstimmen.
Für geschützte Innen- und Gewerbebereiche reicht in der Regel IP44/54, also Schutz gegen Spritzwasser. Im Außenbereich, bei Nässe, Strahlwasser oder Hochdruckreinigung ist die höhere Schutzart IP66/67/69 die sichere Wahl. Die benötigte Schutzart richtet sich nach dem konkreten Einsatzort.
Verriegelbare Steckdosen haben eine mechanische Verriegelung, teils mit Schalter. Sie verhindern, dass der Stecker unter Last gezogen oder gesteckt wird, weil dabei ein Lichtbogen entstehen kann. Erst nach dem Einstecken lässt sich einschalten, und erst nach dem Ausschalten der Stecker ziehen. Diese Ausführungen sind nach EN IEC 60309 und VDE 0623 gefertigt.
Eine Aufputz-Steckdose wird sichtbar auf die Wand montiert und eignet sich für nachträgliche Installation und robuste Umgebungen. Eine Unterputz-Steckdose wird bündig in die Wand eingelassen und ist die platzsparende, optisch unauffällige Lösung für feste Gebäudeinstallationen.
Ja. Die Gehäuse bestehen aus halogenfreiem Technopolymer, die Kontakte aus vernickeltem Messing. Halogenfreiheit ist in Fluchtwegen, öffentlichen Gebäuden und vielen Gewerbebauten gefordert, weil im Brandfall keine korrosiven Halogenverbindungen frei werden.
Da die plica CEE-Steckverbinder nach EN IEC 60309 genormt sind, passen sie grundsätzlich zu normkonformen Gegenstücken mit gleicher Stromstärke, Polzahl, Spannung und Uhrzeitstellung. Für eine sichere und dauerhaft zuverlässige Verbindung empfiehlt sich dennoch die Kombination aufeinander abgestimmter Komponenten.
Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es eigene ATEX-Ausführungen. Ob und für welche Zone sie im Einzelfall geeignet sind, richtet sich nach den Angaben im Datenblatt. Für die passende Auswahl hilft die Fachberatung von plica weiter.
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