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    Kabelschutz seit 1938

    Kabelschutz vom Spezialisten: Systeme, die Leitungen dauerhaft schützen

    Seit 1938 entwickelt und liefert plica Kabelschutz. Als erstes Unternehmen weltweit fertigte plica ein biegsames Eisenstahlpanzerrohr und ist heute Marktführer im Kabelschutz mit einem Vollsortiment für Industrie, Maschinen- und Anlagenbau.

    Von flexiblen Kunststoff-Wellrohren über robuste Metallrohre bis zu Verschraubungen und Zubehör erhalten Sie abgestimmte Systeme aus einer Hand, dazu technische Beratung zu Dimensionierung, Beständigkeit und Norm.

    Was ist Kabelschutz?

    Kabelschutz bezeichnet Systeme, die elektrische Kabel und Leitungen vor mechanischer Belastung, Abrieb, Druck, Bewegung, Schmutz, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperatur schützen. Typische Produkte sind Wellrohre aus Kunststoff oder Metall, teilbare Wellrohre, Verschraubungen, Geflechts- und Isolierschläuche sowie das passende Befestigungs-Zubehör.

    Die Auswahl richtet sich nach mechanischer Belastung, Umgebung, Einbausituation und Montageart. plica führt dafür ein durchgängiges Sortiment und unterstützt bei der Auswahl. Mehr zur Geschichte der Marke und des biegsamen Panzerrohrs finden Sie auf der Plicarohr-Seite.

    Welches Wellrohr für welche Anwendung?

    Die Wahl des richtigen Wellrohrs hängt von wenigen zentralen Kriterien ab. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung:

    Polyamid (PA)

    Wellrohre aus Polyamid (PA6 oder PA12) bieten die höchste mechanische Festigkeit und den breitesten Temperaturbereich unter den Kunststoff-Wellrohren. PA6 eignet sich für Einsatztemperaturen von -40 bis +120 °C, PA12 für besonders ölhaltige und chemisch beanspruchte Umgebungen. Die hohe Abriebfestigkeit macht PA-Wellrohre zur ersten Wahl im Maschinen- und Anlagenbau.

    Polypropylen (PP)

    PP-Wellrohre verbinden gute mechanische Eigenschaften mit hoher chemischer Beständigkeit, besonders gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Das DUOFLEX PP-UV ist zusätzlich UV-stabilisiert (mindestens 20 Jahre) und erreicht eine Druckfestigkeit von 500 N bei einem Temperaturbereich von -40 bis +130 °C. Teilbare Ausführungen ermöglichen die Nachrüstung ohne Auffädeln.

    Polyethylen (PE)

    PE-Wellrohre sind flexibel, leicht und kostengünstig. Sie eignen sich vor allem für die Gebäudeinstallation und den Erdeinbau. Ihre chemische Beständigkeit ist gut, die mechanische Festigkeit und Temperaturbeständigkeit liegen jedoch unter PA und PP.

    Metall (Stahl, Edelstahl)

    Metall-Wellrohre aus verzinktem Stahl oder Edelstahl bieten die höchste mechanische Belastbarkeit und sind nicht brennbar. Sie werden eingesetzt, wenn extreme mechanische Belastung, hohe Temperaturen oder strenge Brandschutzanforderungen bestehen, etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der Bahntechnik oder in explosionsgefährdeten Bereichen.

    Teilbar oder geschlossen?

    Geschlossene Wellrohre bieten den besten Schutz und werden bei der Erstinstallation direkt über das Kabel gezogen. Teilbare Wellrohre lassen sich längs öffnen und um bereits verlegte Kabel legen, ideal bei Nachrüstung, Reparatur und Instandhaltung. Die Schnappverbindung schließt das Rohr sicher und dauerhaft.

    Werkstoffvergleich: Kunststoff vs. Metall

    Die folgenden Richtwerte helfen bei der Vorauswahl. Exakte Werte hängen von Nennweite, Wandstärke und Produktvariante ab.

    WerkstoffDruckfestigkeitTemperaturbereichBeständigkeitTypische Einsatzgebiete
    PA6 (Polyamid)750 N-40 bis +120 °CChemisch gut,
    nicht UV-stabil
    Maschinenbau, Anlagenbau, Schaltschrank
    PA12 (Polyamid)750 N-40 bis +100 °CChemisch sehr gut, öl- und kraftstoffbeständigAutomotive, Öl- und Kraftstoffumgebung
    PP (Polypropylen)500 N-40 bis +130 °CChemisch sehr gut,
    UV-stabil 20+ Jahre (DUOFLEX PP-UV)
    Chemie, Außenbereich, PV, Nachrüstung
    PE (Polyethylen)320 N-40 bis +90 °CChemisch gut,
    nicht UV-stabil
    Gebäudeinstallation, Erdeinbau
    Stahl verzinktnicht brennbar-50 bis +300 °CChemisch mäßig,
    nicht UV-relevant
    Schwermaschinenbau, Bahn, ATEX
    Edelstahlnicht brennbar-50 bis +350 °CChemisch sehr gut, korrosionsfreiLebensmittel, Pharma, Offshore

    Angaben sind Richtwerte und können je nach Nennweite und Produktvariante abweichen. Detaillierte Datenblätter erhalten Sie auf Anfrage.

    Normen und Schutzklassen verstehen

    IP-Schutzarten (nach DIN EN 60529)

    Die IP-Schutzart gibt an, wie gut ein System gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer (0 bis 6) beschreibt den Schutz gegen Berührung und Fremdkörper, die zweite Ziffer (0 bis 9) den Schutz gegen Wasser. IP65 bedeutet beispielsweise vollständigen Staubschutz und Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel. IP68 steht für Staubschutz und dauerhaftes Untertauchen. Die erreichbare Schutzart hängt vom Wellrohr, der Verschraubung und der korrekten Montage ab.

    Brandverhalten nach UL94

    UL94 klassifiziert das Brandverhalten von Kunststoffen. Die wichtigsten Stufen: HB (langsam brennend, horizontaler Test), V-2 (selbstverlöschend, Abtropfen erlaubt), V-1 (selbstverlöschend, kein brennendes Abtropfen) und V-0 (selbstverlöschend innerhalb von 10 Sekunden, kein brennendes Abtropfen). Für den industriellen Kabelschutz wird in der Regel mindestens V-0 oder V-2 gefordert.

    Halogenfrei und raucharm

    Halogenfreie Werkstoffe (oft als LSZH, LSOH oder LS0H bezeichnet) setzen im Brandfall keine korrosiven, halogenhaltigen Gase frei. Das schützt Personen vor giftigen Rauchgasen und empfindliche Elektronik vor Korrosion durch Salzsäure. Halogenfreie Produkte werden in öffentlichen Gebäuden, im Schienenverkehr und in der Schifffahrt zunehmend vorgeschrieben.

    EMV-Schutz

    EMV-Kabelschutz schirmt Leitungen gegen elektromagnetische Störungen ab und verhindert zugleich, dass Störungen nach außen abgestrahlt werden. Das ist überall dort wichtig, wo empfindliche Signalleitungen neben Leistungskabeln verlaufen, etwa in der Automatisierungstechnik, der Medizintechnik und im Schaltschrankbau. plica bietet dafür EMV-Verschraubungen und -Systeme.

    ATEX (Explosionsschutz)

    In explosionsgefährdeten Bereichen (Zonen 1, 2, 21, 22) müssen Kabelschutz und Verschraubungen nach der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU zertifiziert sein. ATEX-Produkte verhindern, dass elektrische Funken oder heiße Oberflächen eine explosionsfähige Atmosphäre entzünden. plica führt ATEX-zertifizierte Verschraubungen und Kabeldurchführungen für den Einsatz in diesen Bereichen.

    Praxiswissen Montage

    Biegeradien einhalten

    Jedes Wellrohr hat einen minimalen Biegeradius, der nicht unterschritten werden darf. Wird zu eng gebogen, verformt sich die Wellung, der Innendurchmesser verengt sich und der Schutz geht verloren. Die Folge können beschädigte Kabel und undichte Stellen sein. Der zulässige Biegeradius ist im Datenblatt angegeben und hängt von Nennweite und Werkstoff ab. Als Faustregel gilt: je größer die Nennweite, desto größer der Biegeradius.

    Die richtige Verschraubung wählen

    Verschraubungen verbinden das Wellrohr mit Gehäusen, Schaltschränken und Maschinen. Entscheidend für die korrekte Auswahl sind: der Wellrohr-Außendurchmesser (Nennweite), das Gewindemaß am Gehäuse (metrisch oder PG), das benötigte IP-Schutzniveau und die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Chemie, EMV). Metrische Gewinde nach DIN EN 60423 haben Gewinde wie M16, M20, M25 und sind heute Standard. PG-Gewinde (Panzergewinde, nach DIN 40430) kommen vor allem in Bestandsanlagen vor.

    Nennweite (NW) und metrisch

    Die Nennweite (NW) gibt den lichten Innendurchmesser des Wellrohrs an, also den Platz, der für die Kabel zur Verfügung steht. Metrische Bezeichnungen (M16, M20 usw.) beziehen sich dagegen auf das Gewinde der Verschraubung. Beide Werte sind nicht identisch, daher müssen Wellrohr-Nennweite und Verschraubungsgewinde bei der Planung aufeinander abgestimmt werden.

    Häufige Montagefehler vermeiden

    • Wellrohr zu eng gebogen: Biegeradius unterschritten, Wellung deformiert, Schutzwirkung verloren.
    • Falsche Verschraubung: Nennweite und Gewindemaß nicht passend, Wellrohr sitzt nicht sicher oder ist undicht.
    • Zugentlastung fehlt: Kabel wird bei Bewegung aus der Verschraubung gezogen, Isolation beschädigt.
    • Wellrohr nicht bis zur Verschraubung geführt: Kabel liegt teilweise ungeschützt frei.
    • Teilbares Wellrohr nicht vollständig eingerastet: Schnappverbindung offen, Schutz unvollständig.
    • UV-Stabilität nicht berücksichtigt: Standardkunststoff versprödet im Freien nach wenigen Jahren.

    Kabelschutz für Ihre Branche

    • Maschinen- und Anlagenbau: hohe Abrieb- und Schlagfestigkeit, Schutz beweglicher Leitungen.
    • Schaltschrank- und Steuerungsbau: saubere, geordnete Leitungsführung auf engem Raum.
    • Bahn- und Fahrzeugbau: Lösungen mit hohen Brandschutzanforderungen.
    • Gebäudetechnik und Elektroinstallation: flexible und teilbare Systeme für Neubau und Nachrüstung.
    • Photovoltaik und Außenanlagen: UV-beständige Wellrohre und Komponenten für dauerhaften Außeneinsatz.

    Qualität, Normen und technische Werte

    Kabelschutz von plica ist auf die Anforderungen industrieller Installationen ausgelegt. Wichtige Kennwerte und Eigenschaften:

    • Brandverhalten nach UL94, bis hin zu flammhemmenden und brandschutzgeprüften Ausführungen für Bahn und öffentliche Gebäude.
    • Halogenfreie Werkstoffe für mehr Sicherheit im Brandfall, zum Beispiel beim DUOFLEX PP-UV und NYLFLEX PA6 SP.
    • Hohe Druckfestigkeiten, etwa 500 N beim DUOFLEX PP-UV und 600 N beim PLICADUOFLEX PA.
    • Weite Temperaturbereiche von -40 bis +140 °C je nach Werkstoff.
    • Schutzarten bis IP68 bei passenden Kupplungen und Verschraubungen.
    • EMV- und ATEX-Ausführungen für Anwendungen mit besonderen Anforderungen.

    Die passende Kabelschutzlösung für Ihre Anwendung

    Unser Vertriebsteam unterstützt Sie bei Dimensionierung, chemischer Beständigkeit und Normauswahl. Sagen Sie uns Ihre Anwendung, wir empfehlen das passende System.

    Häufige Fragen zum Kabelschutz

    Was ist Kabelschutz?+

    Kabelschutz bezeichnet Systeme, die Kabel und Leitungen vor mechanischer Belastung, Abrieb, Druck, Bewegung, Schmutz, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperatur schützen. Dazu gehören Wellrohre aus Kunststoff und Metall, teilbare Wellrohre, Verschraubungen, Geflechts- und Isolierschläuche sowie Zubehör.

    Wann verwendet man Kunststoff- und wann Metall-Wellrohre?+

    Kunststoff-Wellrohre sind flexibel, leicht und korrosionsfrei und eignen sich für den allgemeinen Kabelschutz. Metall-Wellrohre aus Stahl oder Edelstahl werden gewählt, wenn besonders hohe mechanische Belastung, Abriebfestigkeit oder erhöhte Brandschutzanforderungen bestehen.

    Wofür sind teilbare Wellrohre geeignet?+

    Teilbare Wellrohre lassen sich längs öffnen und schließen. Dadurch können Kabel nachträglich geschützt werden, ohne sie durch das Rohr zu fädeln. Das spart Zeit bei Nachrüstung, Reparatur und Instandhaltung. Das DUOFLEX PP-UV bietet 500 N Druckfestigkeit, einen Bereich von -40 bis +130 °C und ist mindestens 20 Jahre UV-stabil.

    Was ist der Unterschied zwischen NW und metrischem Gewinde?+

    Die Nennweite (NW) gibt den lichten Innendurchmesser des Wellrohrs an, also den Platz für die Kabel. Metrische Bezeichnungen (M16, M20 usw.) beziehen sich auf das Gewinde der Verschraubung. Beide Werte sind nicht identisch und müssen bei der Planung aufeinander abgestimmt werden.

    Welchen Biegeradius darf ich nicht unterschreiten?+

    Der minimale Biegeradius hängt von Nennweite und Werkstoff ab und ist im Datenblatt angegeben. Wird er unterschritten, verformt sich die Wellung, der Innendurchmesser verengt sich und der Schutz geht verloren. Als Faustregel gilt: je größer die Nennweite, desto größer der minimale Biegeradius.

    Wie wähle ich die richtige Verschraubung?+

    Entscheidend sind der Wellrohr-Außendurchmesser (Nennweite), das Gewindemaß am Gehäuse (metrisch oder PG), das benötigte IP-Schutzniveau und die Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Chemie und EMV-Anforderungen.

    Welches Wellrohr eignet sich für den Außenbereich und PV-Anlagen?+

    Für den dauerhaften Außeneinsatz sind UV-beständige Wellrohre wichtig, da nicht stabilisierte Kunststoffe unter Sonneneinstrahlung verspröden. plica bietet dafür UV-stabile Produkte wie das DUOFLEX PP-UV, die auch an Photovoltaik-Anlagen eingesetzt werden.

    Was bedeutet halogenfrei beim Kabelschutz?+

    Halogenfreie Werkstoffe setzen im Brandfall keine korrosiven, halogenhaltigen Gase frei. Das erhöht die Sicherheit für Personen und Anlagen, weshalb halogenfreie Produkte besonders in öffentlichen Gebäuden und im Schienenverkehr gefragt sind.

    Was bedeuten IP65 und IP68 beim Kabelschutz?+

    IP65 steht für vollständigen Staubschutz und Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel. IP68 steht für Staubschutz und dauerhaftes Untertauchen. Die erreichbare Schutzart hängt vom Wellrohr, der Verschraubung und der korrekten Montage des gesamten Systems ab.

    Wann brauche ich ATEX- oder EMV-Kabelschutz?+

    ATEX-zertifizierte Produkte sind in explosionsgefährdeten Bereichen vorgeschrieben, also überall dort, wo eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. EMV-Kabelschutz schirmt Leitungen gegen elektromagnetische Störungen ab und ist wichtig, wenn empfindliche Signal- neben Leistungskabeln verlaufen, etwa in der Automatisierungs- und Medizintechnik.

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